Rad-Wechsel – Familie Knipping

„Nach einer Woche Sonnen-Urlaub beginnt die Aktion Radwechsel für uns. Natürlich startet die erste Woche mit Regen… Ich hatte mir extra den Mai ausgesucht, weil ich auf einen möglichst sonnigen Monat spekuliert hatte. Spätestens als ich am Donnerstagabend im strömenden Regen mit meinem Rad zum Sport fuhr, wurde mir klar, dass ich wohl nun doch eine Regenhose brauche… – jetzt bin ich stolze Besitzerin einer Regenhose und bin gewappnet für den nächsten Schauer.

Das Wochenende verwöhnte uns allerdings wieder mit Sonnenschein, so dass ich mit meiner Tochter einen schönen Ausflug in die Stadt machen konnte. Es ist wirklich angenehm, sich keine Gedanken über einen Parkplatz machen zu müssen und seinen Rad einfach an den Fahrradständer abzustellen. Auch muss ich wirklich sagen, dass selbst an einem Samstag, wo die Straßen sehr voll sind, die Autofahrer beim Überholen Abstand halten und – bisher – recht rücksichtsvoll sind.

Erfahrungen mit der Bahn haben wir noch nicht gemacht, einen geplanten Ausflug in den Rheiner Zoo haben wir wegen der langen Anfahrtszeit von über einer Stunde leider abgesagt, da sich die lange Anfahrtszeit nicht lohnt und mit dem Mittagsschlaf unseres Kindes kollidiert.

Eine neue Radl Woche startet und ich hatte direkt am Dienstag das Vergnügen die Grenzen meines Akkus kennenzulernen… Gott sei Dank ging mein Akku erst gute 500 m vor meinem Haus in die Knie , denn ich muss sagen, dass es sehr anstrengend ist das schwere Lastenrad ohne den dazugehörigen Akku zu bewegen. Also merke : den Akku früh genug wieder aufladen und nicht mit drei Akku Balken von Laggenbeck nach Ibbenbüren fahren.

Ansonsten bin ich nach wie vor super zufrieden, der Weg zum Fahrrad anstatt zum Auto ist schon normal für uns geworden. Mein Mann fährt weiterhin tapfer mit seinem „normalen Fahrrad“ ohne E-Motor mit, allerdings bin ich mit dem schwereren und vor allem langen Lastenrad auch trotz E-Motor nicht zu schnell für ihn. Die normalen Einkäufe in das Lastenrad mit Kind unterzubringen ist kein Problem, man muss nur drauf achten, dass das Töchterchen die Einkaufstaschen während der Fahrt nicht wieder ausräumt 😉

Am Sonntag sind wir das erste Mal mit der Bahn gefahren, von Ibbenbüren bis nach Püsselbüren um dort ein Flohmarkt zu besuchen.Wir wurden von einem Schaffner kontrolliert ich zeigte mein, mir zur Verfügung gestelltes Deutschlandticket daraufhin fragte er ob meine 1,5 Jahre alte Tochter auch ein Ticket hätte… ich verneinte das daraufhin antwortete er etwas streng: „jeder hier braucht ein Ticket!“ Spätestens jetzt wurde ich etwas unsicher… allerdings lachte er dann und holte einen buntbedrucktes Ticket aus seiner Tasche und erklärte uns, dass das die Kindertickets seien. Meine Tochter hielt die ganze Fahrt über stolz ihr kinderticket in der Hand was dann sogar noch von dem Schaffner abgestempelt wurde. Das war wirklich ein tolles Erlebnis,es ist schön zu sehen dass Menschen so sehr auf Kinder eingehen und Spaß an ihrem Job haben. Wieder am Laggenbecker Bahnhof angekommen war ich allerdings sehr froh dass wir zu dritt unterwegs waren, denn leider gibt es keine Möglichkeit die Treppen des Laggenbecker Bahnhofs alleine mit Kinderwagen zu meistern, es sei denn man nimmt einen sehr großen Umweg um den kompletten Bahnhof in Kauf. Ich muss allerdings dazu sagen, dass uns ein netter junger Mann sofort Hilfe angeboten hat.

Am Pfingstwochenende haben wir es endlich gewagt, und haben meine Eltern mit dem Lastenrad besucht. Dazu muss man erklären, dass die Beiden oberhalb der Nordstraße wohnen… Jeder der diese Straße kennt, weiß wie lang und steil sie Straße ist. Das war mir allerdings auch mit Emotor etwas zu ungewiss, weil ich natürlich nicht mit meiner Tochter im Lastenrad am Berg schlappmachen wollte. Also haben wir uns für eine andere Strecke entschieden und sind dem Kümperweg hochgefahren und dann an der Osnabrücker Straße entlang. Die Strecke war länger und auch steil aber nicht so anspruchsvoll wie die Nordstraße.

Ansonsten genieße ich es mittlerweile richtig mit dem Rad in die Stadt zu fahren, die Fahrradstraße von Laggenbeck nach Ibbenbüren ist wirklich super und es macht Spaß darauf zu fahren. Einige andere Radwege hingegen könnten gerne etwas ausgebessert werden… Wenn ich beispielsweise auf dem Radwege am Bahnhof fahre werde ich schon ganz schön durchgeschüttelt. Ansonsten muss ich sagen sind die Ibbenbürener alle wirklich sehr freundlich und neugierig. Viele machen extra Platz für mich oder fragen nach, wie man mit dem Rad fahren kann, das ist immer sehr nett.

In dieser Woche haben wir Krankheitsbedingt nicht so viel mit dem Lastenrad unternommen, Anfang der Woche waren wir bei Freunden in Ibbenbüren zum Grillen eingeladen – und was soll ich sagen, in unsere „Kiste“ passen Kind, Jacken, Spielsachen und ein auseinandergebauter Hochstuhl ohne Probleme rein. Das war wirklich super, denn so hatten wir alles nötige dabei ohne Abstriche machen zu müssen. 

Mitte der Woche bekam unsere Tochter dann leider Fieber und das Lastenrad blieb mit uns einige Tage zuhause….

Aber Ende der Woche ging es wieder besser sogar so gut, dass wir am Sonntag eine schöne kleine Radtour mit der Oma machen konnten. Wir fuhren von Laggenbeck aus nach Brochterbeck und genossen am Dorfteich ein leckeres Eis. Das fühlte sich wie Urlaub an. Die relativ kurze Strecke war ohne Probleme zu meistern, allerdings hatte ich mit den doch sehr langen Lastenrad etwas Schwierigkeiten durch die Begrenzung an den Bahnschienen am Bocketal zu kommen, da diese sehr eng sind. Die Länge des Rades ist auch bei der Parkplatzsuche manchmal ein bisschen problematisch, bei einem normalen Fahrradständer hängt das Rad sehr weit über und versperrt teilweise den Gehweg. Aber nach kurzer Suche habe ich bisher immer einen geeigneten Platz gefunden. Interessant zu erwähnen wäre auch noch, dass wir festgestellt haben, dass in das Lastenrad, ohne Kind drin, ohne Probleme 3 volle Getränkekisten transportiert werden können plus Grillkohle – Montag steht der Geburtstag meines Mannes an 🙂