Die private Photovoltaikanlage lohnt sich

Die Energiewende für zu Hause – Bei Latkas backt jetzt die Sonne das Brot

Für das Stadtgebiet Ibbenbüren waren Anfang März 2021 im Marktstammdatenregister 2.349 PV-Anlagen im Status Betrieb gemeldet. Sie erzeugen eine Gesamtleistung von mehr als 993 Megawatt peak (MWp). Eine befindet sich seit dem vergangenen Herbst auf dem Dach von Familie Latka. Ihr Haus an der Rheiner Straße hat die perfekte Lage. Derzeit leben noch drei der vier Kinder mit im Haus und solange das so ist, gehen sie davon aus, dass sie bis zu einem Drittel ihres Stromverbrauchs selbst produzieren. „PV rechnet sich über den Eigenverbrauch“ weiß Robert Latka, der mit der Anlage aber auch seinen Beitrag zur Energiewende leisten will. 750 Euro haben er und seine Frau Heike von der Stadt als Förderung bekommen. Das Geld wollen Sie für eine weitere nachhaltige Investition nutzen. Bis es soweit ist, versuchen Sie den Eigenverbrauch zu optimieren. Waschmaschine und Trockner laufen zum Beispiel vermehrt, wenn nachmittags die Sonne scheint.

Ein Solarenergie-Fan erzählt: Robert Latka nutzt Energie sinnvoll

Robert Latka bezeichnet sich selbst als Fan von Solarenergie. Im Garten hinter seinem Eigenheim stehen viele kleine Lampen, die tagsüber die Kraft der Sonne tanken und in den Abendstunden leuchten. „Solarstrom ist für mich eine Antwort auf die Frage, wie wir die Energie, die wir haben, sinnvoll nutzen können“, erklärt er. Und da war es für ihn nur eine Frage der Zeit, bis er sich irgendwann eine PV-Anlage aufs Dach baut. Im vergangenen September war es soweit, gerade richtig, um Ende des Jahres die Förderung der Stadt zu erhalten. Auf die sind er und seine Frau über einen Artikel in der Tageszeitung aufmerksam geworden, haben kurz vor Weihnachten den Antrag gestellt und das Geld längst auf dem Konto. Knapp sieben Prozent des Neupreises haben sie so erstattet bekommen. Damit und mit der Förderung der KfW wollen sie jetzt eine Wallbox aufstellen.

Denn irgendwann, da sind die beiden zuversichtlich, wird hier auch ein eigenes E-Auto vor dem Haus stehen. Rund 7.000 kWh verbraucht Familie Latka mit fünf Personen jährlich. Ihre PV-Anlage wird rund 8.600 kWh erzeugen. Mindestens ein Drittel wollen sie davon unmittelbar selbst verbrauchen. Schließlich scheint aufgrund der günstigen Lage die Sonne fast den ganzen Tag auf die Anlage und ein Blick auf die App hat gezeigt, dass diese bereits an den sonnigen Tagen im Februar volle Leistung gebracht hat. Die Familie hat ihr Haus zumindest beim Stromverbrauch zum Plus-Energie-Haus gemacht. Sie produzieren tagsüber immer wieder mehr Ökostrom als sie selbst nutzen und erhöhen damit den Ökostromanteil im Netz. Apropos selbst nutzen. „Ich backe mein Brot jetzt tagsüber und freue mich dann, dass es quasi von der Sonne gebacken worden ist“, erzählt Heike Latka mit einem Lächeln.

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