Die Sonne arbeitet – und schafft dabei CO2-Einsparungen

Auf der Ludwigschule wird eine umfangreiche Photovoltaikanlage montiert

Das Rathaus, der Max-&-Moritz-Kindergarten, jetzt die Ludwigschule – die Stadt Ibbenbüren macht für dieses Jahr einen dritten Aufschlag in Sachen Strom aus Sonne. Heute und morgen noch werden Monteure damit beschäftigt sein, auf dem Dach der Grundschule an der Groner Allee eine Photovoltaikanlage anzubringen.

Die Module der Anlage leisten, auf eine Fläche von 294 Quadratmetern angelegt, nicht nur einen wertvollen Beitrag zu nachhaltiger Energiegewinnung, sondern stellen gleichzeitig einen städtischen Beitrag zu effektivem Klimaschutz dar. Letzterer lässt sich auf 26.469 Kilogramm CO2-Emissionen beziffern, die künftig jedes Jahr durch den Einsatz der PV-Anlage vermieden werden. Auf 20 Jahre gerechnet, macht dies 529.380 eingesparte Kilogramm Kohlenstoffdioxid.

Die Leistung der Photovoltaikanlage wird nach Anlaufen 53,1 Kilowatt peak (kWp) betragen. Steffen Boße, Klimaschutzmanager der Stadt Ibbenbüren, rechnet um: „Ein Kilowatt peak erzeugt, abhängig von der Ausrichtung der PV-Module, in unseren Breitengraden übers Jahr zwischen 800 und 950 Kilowattstunden Strom. Wir gehen bei dieser Anlage von einem jährlichen Ertrag von durchschnittlich 44.114 Kilowattstunden aus“, legt er die städtische Leistungsplanung dar.

Früher wurden Photovoltaikanlagen bevorzugt nach Süden ausgerichtet. Längst ist man allerdings dazu übergegangen, weitere Himmelsrichtungen zu berücksichtigen, um die Sonne den ganzen Tag über nutzbar zu machen und hierdurch einen möglichst gleichmäßigen Stromertrag zu erreichen. So wie schon am Max-&-Moritz-Kindergarten und am Rathaus auch in diesem Fall: Die Anlage auf dem Dach der Ludwigschule wurde nach Südwest, Südost und Nordwest orientiert. Die Module werden dabei jeweils mit einer Neigung von 35 Grad angebracht. Der Clou der Sonnennutzung liegt in den Details.

Durchschnittlich 23.669 Kilowattstunden Strom verbraucht die Ludwigschule pro Jahr. Auf die neue Anlage bezogen, liegt die Eigenverbrauchsquote somit bei knapp 54 Prozent. 20.445 Kilowattstunden Strom werden künftig jedes Jahr ins Netz eingespeist.

Bei all dem leistet die Nutzung der Sonne auf dem Dach der Ludwigschule aber nicht nur einen Beitrag zu klimafreundlicher Energiegewinnung. Das Projekt macht sich auch finanziell für die Stadt Ibbenbüren bezahlt, wie Steffen Boße vorrechnet: „Die Rendite auf das eingesetzte Kapital beträgt jährlich drei Prozent, und das auf mindestens 20 Jahre“, erläutert er anhand eines umfangreichen Tabellenwerks zur neuen Anlage. „Zwar endet dann die gesicherte EEG-Einspeisung. Aber danach arbeitet die PV-Anlage immer noch – und produziert weiter Strom aus der Sonne. Der ist kostenlos. Weil die Sonne keine Rechnung schickt.“

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